Reschensee

Sagenhafte 120 Millionen Kilometer Fassungsvermögen hat der sechs Kilometer lange und bis zu einem Kilometer breite Reschensee im Vinschgau. Bevor der Reschensee 1950 aufgestaut wurde, existierten am Reschenpass drei Seen.

Die Pläne für die Stauung des Wassers, um den Stausee zur Energiegewinnung zu nutzen, reichen bis ins Jahr 1920 zurück. Weil das Dorf Graun komplett und Teile des Dorfes Reschen überflutet wurden, enteignete man die Betroffenen Einwohner 1939 und siedelte sie um. In den Fluten versanken schließlich 523 Hektar Kulturland und 163 Häuser.

Die wichtigsten Zuflüsse in den Reschensee sind die Flüsse Etsch, Karlinbach und Rojenbach. Der einzige Abfluss des Reschensees ist die Etsch, Italiens zweitlängster Fluss, der durch Oberitalien fließt und schließlich in die Adria mündet.

Sehenswürdigkeiten

Der Turm im See

Als der Reschensee geflutet wurde, wurde der komplette Ort Graun verlegt. Die Gebäude wurden gesprengt. Lediglich der romanische Turm der Kirche St. Peter wurde aus Gründen des Denkmalschutzes verschont. Seitdem ragt der Turm als Wahrzeichen des Reschensees aus dem Wasser. Die einen sehen ihn als Wahrzeichen, andere als Mahnmal für das damals erlittene Unrecht.

Messner Mountain Museum

Das Messner Mountain Museum des Extrembergsteigers Reinhold Messner beleuchtet an fünf Standorten in ganz Südtirol die Welt der Berge. Im Vinschgau rund um den Reschensee befinden sich zwei Standorte. Berg und Eis sind die Themen des unterirdisch angelegten Messner Moutain Museum in Sulden am Ortler. Der "Mythos Berg" wird auf Schloss Juval, wo Messner während des Sommers wohnt, beleuchtet.

Churburg

Ganz in der Nähe des Reschenpasses, über der Gemeinde Schluderns, liegt die Churburg. Der Fürstbischof von Chur ließ die Burg um 1250 errichten. Seit 1537 befindet sich die Churburg im Besitz der Familie Trapp. Die Burg besteht aus einem starken Bergfried, einem Palas und der Ringmauer, die um die Burg herumführt. Im Rahmen von Führungen können Besucher die reich ausgestatteten Räume besichtigen.

Glurns

Seit Jahrhunderten hat sich das Gesicht des historischen Städtchens Glurns im Obervinschgau nur unwesentlich verändert. Die kleinste Stadt südlich der Alpen besitzt einen Stadtkern aus dem Mittelalter und eine einzigartig erhaltene Wehranlage. Schon zur Zeit der Römer war Glurns ein wichtiger Markt für den Handel mit Salz. Als sehenswert gelten die herrschaftlichen Häuser sowie das Schloss zu Glurns.

Goldwasser

Jede Menge Sehens- und Wissenswertes erleben die Besucher in der alpinen Erlebniswelt "Goldwasser" in Nauders. Unter anderem erfahren die Gäste, wie Gold gewaschen wird, wie ein Waldxylofon klingt und wie eine archimedische Schraube funktioniert. Alles Spielgeräte im "Goldwasser" wurden aus natürlichen Materialien hergestellt. Das Naturerlebnis wird mit einem Themen-Rundweg für alle Sinne abgerundet.

Abtei Marienberg

Wie eine weiße Festung schmiegt sich die Benediktiner-Abtei Marienberg in die Mulde eines Hanges über Burgeis. Sie liegt auf einer Höhe von 1.340 Metern und ist damit Europas höchstgelegene Benediktinerabtei. Ursprünglich wurde das Kloster anno 1095 im Engadin gegründet. Dort waren die Umstände für die Klostergründung allerdings äußerst widrig, sodass die Abtei 1146 ins Vinschgau verlegt wurde.

Stilfserjoch Panoramastraße

Die Stilfserjoch Panoramastraße im Ortlergebiet liegt auf einer Höhe von 2.757 Metern und ist damit Italiens höchstgelegene Passstraße. Sie gilt weltweit als eine der beeindruckendsten Straßen. Für damalige Verhältnisse wurde sie ab 1818 in der absoluten Rekordzeit von sieben Jahren gebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie schließlich für Autos ausgebaut. Insgesamt 82 Kehren erwarten den Autofahrer auf der Strecke von 49 Kilometern mit einer Steigung von bis zu 15 Prozent.

Aktivitäten

Bekannt ist das Gebiet um den Reschensee vor allem für das riesige Angebot an Wintersport-Möglichkeiten. Denn direkt vom westlichen Ufer aus erreichen die Gäste mit einer Gondel das Skigebiet Schöneben, das Teil der Ortler Skiarena ist. Der gefrorene Reschensee ist seit 2008 Schauplatz der Internationalen Deutschen Snowkitemeisterschaften. Zwei Gründe haben für die Organisatoren den Ausschlag gegeben: Der Reschensee ist sehr wind- und schneesicher. Zudem liegt er direkt im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist also für die Teilnehmer aus allen Alpenländern sehr gut erreichbar.

Während des Sommers ist der Reschensee ebenfalls wegen der Windsicherheit ein beliebtes Revier von Kitesurfern. Wer sich lieber an Land auspowert, findet direkt am Ufer des Sees eine mehr als 15 Kilometer lange Strecke für Läufer, Wanderer und Nordic Walker. Angler fischen im See nach Forellen, Hechten und Barschen.

Unterkünfte

Die Urlaubsregion am Reschensee bietet den Gästen individuelle Übernachtungsmöglichkeiten, die voll und ganz auf die Wünsche der Besucher zugeschnitten sind. Die Palette reicht von zwei Campingplätzen bis hin zum Wohlfühlhotel für den perfekten Urlaub. Viele Übernachtungsbetriebe haben sich auf eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert. So gibt es zahlreiche Rad & Bike Betriebe, Wellnesshotels und familienfreundliche Betriebe. Zahlreiche Landwirte bieten außerdem Urlaub auf dem Bauernhof an.

Weitere Seen in der Nähe

Haidersee

Der 89 Hektar große Haidersee liegt im Gebiet der Gemeinde Graun am Reschenpass. Boote, die von einem Benzinmotor angetrieben werden, sind auf dem Haidersee nicht erlaubt.

Weißbrunnsee

Der Weißbrunnsee liegt im oberen Ultental. Von hier aus strömt der Fluss Falschauer durch das Tal. Beim Weißbrunnsee handelt es sich um einen Stausee, dessen Wasser zur Stromgewinnung genutzt wird.


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